Neue Hymer-Marke: Bei Corigon gibt’s möglicherweise mehr fürs Geld

Reisemobile hatten in den vergangenen Jahren einen deutlichen Preisanstieg zu verzeichnen. Für einen Teilintegrierten sind aktuell rund 80.000 Euro fällig, einen ausgebauten Kastenwagen gibt es kaum noch unter 60.000 Euro. Bei Hymer sollten einst die Einsteigermarken Carado und Sunlight den Einstieg ins Caravaning mit günstigen Preise erleichtern, doch die siedeln mittlerweile auf dem hohen Durchschnittsniveau des Marktes. Ganz zu schweigen von Hymer selbst, wo die Neigung zum Sechsstelligen fast über der gesamten Angebotspalette liegt. Deshalb starten die Schwaben eine neue Marke. Corigon soll vom Know-how der Konzernmutter profitieren, sich preislich aber nach unten orientieren und mit einem Schlagerpreis locken.

Vier Baureihen stellt der Hersteller auf dem Caravan-Salon in Düsseldorf Ende August vor. Die Campervans auf Basis des Fiat Ducato bieten Quer- oder Längsbetten im Heck, einen Kompressorkühlschrank und Sitzbänke mit Isofix-Befestigungen. Drei kompakte Modelle sind am Start, die Preise beginnen bei 54.500 Euro. Um etwa 4000 Euro steigt deren Preis, wenn das optionale Aufstelldach den Van familientauglich macht. Rund 58.000 Euro muss ausgeben, wer in die nur 2,14 Meter breite Slim-Baureihe einsteigen will. Unter anderem ist die beliebte Face-to-Face-Sitzgruppe in den Grundrissen zu finden. Die Modelle der Pure-Baureihe kosten mindestens 60.000 Euro und bieten gesteigerten Komfort mit Längsbetten und einer variablen Nasszelle.

Die am höchsten eingepreisten Modelle finden sich in der Advanced-Serie. Während etwa das Hubbett in den günstigeren Mobilen manuell hoch und runter gefahren werden muss, übernimmt das hier in Elektromotor. Die Bughaube wurde eleganter gestaltet und bei den Sieben-Meter-Grundrissen findet sich im Heck bisweilen das luxuriöse Queensbett, was allerdings das Volumen der Heckgarage deutlich schmälert. Bei den teilintegrierten Fahrzeugen kommt neben dem Fiat auch der Ford Transit als Basisfahrzeug zum Einsatz.

Als positiv empfinden potenzielle Kunden das Markenimage der Erwin-Hymer-Gruppe, das einen hohen Qualitätsgrad und Zuverlässigkeit vermittelt. Auch werden in den Corigon-Fahrzeugen keine namenlosen Zulieferteile verwendet, die gängigen Bauteile stammen von Zulieferern wie Seitz oder Thetford. Die Produktion übernimmt das zu Hymer gehörende Laika-Werk in der nördlichen Toskana. Ob die Origon einen Kanibalisierungseffekt gegen die übrigen Einsteigermarken des Hymer-Konzerns haben werden, bleibt abzuwarten. (aum)


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Bilder zum Artikel

Corigon Campervan.

Corigon Campervan.

Photo: Hymer via Autoren-Union Mobilität


Corigon T 70 S.

Corigon T 70 S.

Photo: Hymer via Autoren-Union Mobilität


Corigon T 750 LQ.

Corigon T 750 LQ.

Photo: Hymer via Autoren-Union Mobilität


Corigon Advanced.

Corigon Advanced.

Photo: Hymer via Autoren-Union Mobilität